Storytelling.

Aus einer Idee wird eine Geschichte, 
die hängen bleibt.
Warum Geschichten?

Was haben Firmen, Geld, Länder und Religionen gemeinsam?

Es sind Geschichten. Ein Geldschein ist bedrucktes Papier — wertvoll, weil alle an dieselbe Erzählung glauben. Eine Grenze ist unsichtbar — real, weil wir sie einander erzählen.

Der Historiker Yuval Noah Harari nennt das «intersubjektive Realität»: Geld · Länder · Religionen · Firmen · Marken · Gesetze — sie existieren, weil genug Menschen dieselbe Geschichte glauben und weitererzählen.

Warum Geschichten?

Was ist eigentlich eine Geschichte?

Ein Bericht zählt auf, was ist. Eine Geschichte braucht drei Dinge:

  • 1Jemand — eine Figur, mit der wir mitgehen.
  • 2Veränderung — nachher ist nicht mehr wie vorher.
  • 3Gefühl — es steht etwas auf dem Spiel, wir fühlen mit.

Die kürzeste Definition des Tages: Eine Geschichte ist eine erzählte Veränderung.

Warum Geschichten?

Geschichten bleiben hängen. Fakten nicht.

Fakten erreichen den Kopf. Geschichten erreichen den ganzen Menschen — sie werden besser verstanden, länger erinnert und öfter weitererzählt.

Der Beweis — das Experiment «Significant Objects» (2009): wertloser Ramsch vom Flohmarkt, versteigert mit frei erfundenen Geschichten.

100
Ramsch-Objekte
128.74 $
Einkaufswert
3'612.51 $
Erlös — mit Geschichten
+2706%
Wertsteigerung — allein durch die Geschichte
Der Plan für heute

Bauen. Packend machen. Anwenden.

1 · Vormittag 
Geschichten bauen: drei Baupläne
Grundskelett 1
Minimal-Story
Grundskelett 2
Heldenreise
Grundskelett 3
5-Zeilen-Formel
2 · Geschichten packend machen: 
fünf Werkzeuge
Werkzeug 1
Hook
Werkzeug 2
Überraschung
Werkzeug 3
Spannung
Werkzeug 4
Humor
Werkzeug 5
Zeigen statt sagen
3 · Nachmittag 
anwenden: dein Medium, deine Story, dein Werbeclip
Finale
5-Zeilen-Werbeformel
4 · Zum Schluss — Storytelling × KI: 
dein Writers Room

Alles gibt es als Karten zum Anfassen — ihr sammelt sie im Lauf des Tages und kombiniert sie am Schluss zu eurer eigenen Story.

10Minuten
Aufwärmen · Übung

Erzähl 60 Sekunden aus deinem Tag.

  • 1Thema wählen — irgendetwas von gestern. Es muss nichts Besonderes sein.
  • 260 Sekunden erzählen — frei, ohne Notizen, ohne Vorbereitung.
  • 3Gruppe hört zu — und beantwortet nur eine Frage: Wann wurde es spannend?
  • 4Moment markieren — der spannendste Moment ist fast immer das Unerwartete.

Merk dir deine Geschichte — wir bauen heute mehrmals darauf auf.

Teil 1 · Grundskelette

Drei Baupläne für jede Geschichte.

Alle guten Geschichten teilen dasselbe Skelett. Wir bauen es dreimal — vom kleinsten Baustein bis zum Werkzeug für jeden Tag.

Grundskelett 1
Minimal-Story
Ohne Wandel keine Geschichte.
Anfang → Ereignis → neues Ende
Grundskelett 2
Heldenreise
Jemand zieht los und kommt verwandelt zurück.
Wunsch → Prüfung → Hilfe → Verwandlung
Grundskelett 3
5-Zeilen-Formel
Jede Idee in fünf Sätzen.
Setup → Wunsch → Konflikt → Wende → Ergebnis
Grundskelett 1 · Minimal-Story

Der kleinste Bauplan der Welt.

  • 1Anfang — so ist es. Ein Zustand, eine Ruhe.
  • 2Ereignis — etwas passiert und stört die Ruhe.
  • 3Neues Ende — so ist es jetzt. Etwas hat sich verändert.

Fehlt die Veränderung, ist es keine Geschichte — sondern eine Beschreibung.

Grundskelett 1
Minimal-Story
Ohne Wandel keine Geschichte.
Anfang → Ereignis → neues Ende
Beispiel · Video

ETH Zürich – „Bereit?“.

Imagefilm 2017 · 2:10 · EDI.17 Gold
5Minuten
Übung · Minimal-Story

Mach aus einer Beschreibung eine Geschichte.

Nach dem Aufstehen habe ich mir einen Kaffee gemacht.
  • 1Erfinde ein ereignis, das diesen Zustand stört — gross oder winzig.
  • 2Erzähl in drei Sätzen: Anfang → Ereignis → neues Ende.
  • 3Check: Was ist am Ende anders als am Anfang?
Grundskelett 2 · Heldenreise

Die grosse Reise.

  • 1Wunsch — jemand will etwas und zieht los.
  • 2Prüfung — unterwegs wird es schwerer als gedacht.
  • 3Hilfe — ein Mentor, ein Trick, eine Freundin.
  • 4Verwandlung — die Heldin kommt verändert zurück.
Grundskelett 2
Heldenreise
Jemand zieht los und kommt verwandelt zurück.
Wunsch → Prüfung → Hilfe → Verwandlung
Beispiel · Video

Pixar – „Piper“.

Kurzfilm 2016 · ~6 Min · ohne Worte
10Minuten
Übung · Heldenreise

Schick jemanden auf die Reise.

  • 1Wähle eine Geschichte — einen Film, ein Game, ein Märchen. Oder ein eigenes Erlebnis: Lehrstelle gesucht, Prüfung bestanden, umgezogen.
  • 2Finde die vier Stationen — Wunsch, Prüfung, Hilfe, Verwandlung.
  • 3Erzähl sie in vier Sätzen — pro Station ein Satz.
  • 4Vergleicht in der Gruppe — wo war die Prüfung am härtesten? Wer war die Hilfe?
Grundskelett 3 · unser Werkzeug für jeden Tag

Jede Idee in fünf Zeilen.

  • 1Setup — wo bist du, was ist los?
  • 2Wunsch — was willst du?
  • 3Konflikt — was steht im Weg?
  • 4Wende — was dreht die Geschichte?
  • 5Ergebnis — was ist jetzt anders?
Grundskelett 3
5-Zeilen-Formel
Jede Idee in fünf Sätzen.
Setup → Wunsch → Konflikt → Wende → Ergebnis
Beispiel · Video

Apple – „R.I.P. Leon“.

Werbespot · 0:30 · fast ohne Worte
10Minuten
Übung · 5-Zeilen-Formel

Schreib deine fünf Zeilen.

  • 1Nimm deine Aufwärm-Geschichte — oder eine frische Idee.
  • 2Ein Satz pro Zeile — Setup, Wunsch, Konflikt, Wende, Ergebnis.
  • 3Bau aus — frag bei einer Zeile «warum?» oder «wie?» und mach aus ihr drei Sätze.
10Minuten
Die 5 Zeilen · nächste Stufe

Von der Zeile zum Bild.

  • 1Storyline — ein Satz pro Beat. Den hast du schon: deine fünf Zeilen.
  • 2Scene Idea — was SIEHT der Zuschauer in diesem Moment? Stell dir jede Zeile als Bild vor.
  • 3Shotlist — wähle 1–3 Einstellungen, die diese Szene erzählen.
Dein Arbeitsblatt

So sieht es ausgefüllt aus.

BeatDeine Zeile (1 Satz)Was sieht man? (Szene)1–3 Bilder (Shots)
1 · SetupIch wache auf und fühle mich schon im Rückstand.Augen gehen auf, Blick fällt auf den Wecker.Close: Wecker · Medium: Gesicht im Kissen · Detail: Hand tastet nach Handy
2 · WunschIch will nur einen ruhigen Moment für mich.Er starrt an die Decke, atmet einmal tief.Medium von oben: er liegt still · Close: Augen schliessen sich kurz
3 · KonfliktAber das Handy zieht mich sofort rein.Daumen scrollt, Gesicht im Displaylicht, Zeit rast.POV: Feed rauscht · Close: Daumen · Detail: Uhr springt auf 7:12
4 · Wende«Nicht heute!» — ich lege es weg und mache Kaffee.Handy fliegt aufs Bett, er geht zur Maschine.Close: Handy landet im Kissen · Medium: er steht auf · Detail: Knopfdruck
5 · ErgebnisMit dem ersten Schluck wird die Welt ruhiger.Er sitzt am Fenster, Dampf steigt, es ist still.Close: erster Schluck · Wide: er allein am Fenster, Morgenlicht
Der Story-Check

«und dann» ist der Feind.

Teste jede Geschichte: Passt zwischen deine Sätze ein «aber» oder «deshalb» — oder nur ein «und dann»?

Reihe — «und dann …»

  • Ich stand auf, und dann machte ich Kaffee,
  • und dann fuhr ich zur Arbeit,
  • und dann ass ich zu Mittag …

Kette — «aber» / «deshalb»

  • Ich wollte Kaffee machen, aber die Maschine war kaputt,
  • deshalb ging ich ins Café an der Ecke,
  • aber dort sass ausgerechnet …
Teil 2 · Werkzeuge

Fünf Werkzeuge, die Geschichten packend machen.

Das Skelett trägt — die Werkzeuge würzen. Zu jedem gehört eine Regel, die du sofort anwenden kannst, und eine Übung.

Werkzeug 1
Hook
Werkzeug 2
Überraschung
Werkzeug 3
Spannung
Werkzeug 4
Humor
Werkzeug 5
Zeigen statt sagen
Werkzeug 1 · Hook

Die ersten Sekunden entscheiden.

  • 1Erste Zeile: klar und frech — sag, worum es geht, und zwar mit Biss. Kein «wart mal ab, gleich wird's spannend».
  • 2Versprich etwas — und halte es — der Hook ist ein Versprechen über den Rest der Geschichte.
  • 3Zeig etwas — ein Bild wirkt schneller als ein Satz. Augen sind schneller als Ohren.
Werkzeug 1
Hook
Die ersten Sekunden entscheiden — erste Zeile klar & frech.
Beispiel · Video

Old Spice – „The Man Your Man Could Smell Like“.

Werbespot 2010 · 0:33 · Englisch
5Minuten
Übung · Hook A

Starte mitten im Geschehen.

  • 1Such den heikelsten Moment deiner Geschichte — die Sekunde vor dem Kippen.
  • 2Beginn genau dort — kein Anlauf, keine Vorstellung, kein «erstmal zum Kontext».
  • 3Test: Wirft dein erster Satz eine Frage auf, die man beantwortet haben will?
Hook · Weg A
Mitten rein
5Minuten
Übung · Hook B

Stell eine steile These auf.

  • 1Destillier deine Geschichte zu einer Behauptung — zugespitzt, gern provokant.
  • 2Oder stell die Frage, auf die deine Geschichte die Antwort ist.
  • 3Test: Will man widersprechen oder «wieso?» rufen? Dann sitzt die These.
Hook · Weg B
Steile These
5Minuten
Übung · Hook C

Zeig zuerst ein Bild.

  • 1Such das eine Bild, das deine Geschichte sofort erzählt — wie die lauernde Katze hier.
  • 2Beschreib es in einem Satz — so konkret, dass man es vor sich sieht.
  • 3Test: Versteht man ohne ein Wort, worum es geht — und will mehr sehen?
Hook · Weg C
Bild zuerst
Werkzeug 2 · Überraschung

Brich das Erwartete.

  • 1Baue eine Erwartung auf — Überraschung braucht ein «Normal», das sie brechen kann.
  • 2Kipp sie an der Wende — das Unerwartete ist der Moment, den alle weitererzählen.
  • 3Königsklasse: der Twist am Ende — eine letzte Information, die alles Vorherige neu einordnet.
Werkzeug 2
Überraschung
Brich das Erwartete — der beste Twist ordnet alles neu.
Beispiel · Video

Guinness – „Wheelchair Basketball“.

Werbespot 2013 · 1:00 · fast ohne Worte
10Minuten
Übung · Überraschung

Verpass deiner Story einen Twist.

  • 1Nimm deine fünf Zeilen — Setup bis Ergebnis liegen ja schon da.
  • 2Schreib drei neue letzte Zeilen — mindestens eine soll alles Vorherige neu einordnen.
  • 3Trag die beste vor — die Gruppe prüft: Geht der Twist beim zweiten Hören auf?

Tipp: Frag dich, welche Annahme dein Publikum automatisch macht — und kipp genau die.

Werkzeug 3 · Spannung

Spannung ist eine offene Frage.

  • 1Verkette mit «aber» und «deshalb» — jede offene Schlaufe zieht weiter (unser Story-Check!).
  • 2Vorsprung — das Publikum weiss mehr als die Figur: Es bangt mit (Hitchcocks Bombe).
  • 3Rückstand — das Publikum weiss weniger: Es rätselt mit (das Geheimnis, der Krimi).
  • 4Halte Fragen offen — nicht sofort auflösen. Die Pause vor der Antwort ist die Spannung.
Werkzeug 3
Spannung
«aber» und «deshalb» statt «und dann» — und lass Fragen offen.
Beispiel · Video

Volvo Trucks – „The Epic Split“.

Werbespot 2013 · 1:17 · Englisch
5Minuten
Übung · Spannung 2

Schmiede die Kette.

  • 1Erzähl deine fünf Zeilen als eine Kette — laut, und nur «aber» und «deshalb» dürfen verbinden.
  • 2Streich jedes «und dann» — ersetz es durch ein Hindernis (aber) oder eine Folge (deshalb).
  • 3Partner zählt mit — jedes «und dann» gibt einen Punkt. Null Punkte = die Kette steht.
10Minuten
Übung · Spannung

Gib dem Publikum einen Vorsprung.

  • 1Nimm deine Geschichte — und such das Detail, das die Hauptfigur erst spät erfährt.
  • 2Verrate es zuerst — beginn die Geschichte mit genau dieser Information: «Was ich da noch nicht wusste: …»
  • 3Erzähl neu — dieselbe Geschichte, aber jetzt bangt die Gruppe mit.
  • 4Vergleicht — welche Version zieht mehr: Überraschung am Ende oder Vorsprung am Anfang?
5Minuten
Übung · Spannung 3

Halte die Frage offen.

  • 1Stell am Anfang eine Frage — dein Hook darf sie aufwerfen: «Warum stand um 6 Uhr die Polizei vor der Tür?»
  • 2Erzähl weiter — aber beantworte sie nicht — die Auflösung kommt erst in der letzten Zeile.
  • 3Partner stoppt die Zeit — wie lange hast du die Frage offen gehalten, ohne dass es zäh wurde?
  • 4Variante — leg kurz vor der Auflösung eine falsche Fährte.
Werkzeug 4 · Was ist Humor?

Warum lachen wir überhaupt?

Drei Theorien aus zweieinhalbtausend Jahren — und alle drei stecken bis heute in jedem guten Witz.

  • 1Überlegenheitstheorie — Platon & Aristoteles (Antike): Wir lachen von oben herab — über die Fehler, Missgeschicke und Dummheiten der anderen.
  • 2Inkongruenztheorie — von Cicero vorgedacht, später Kant & Schopenhauer: Wir lachen, wenn Erwartung und Wirklichkeit nicht zusammenpassen.
  • 3Entladungstheorie — Sigmund Freud: Lachen ist das Ventil, durch das aufgestaute Spannung entweicht.
Die kürzeste Formel der Forschung
Humor ist die Enttäuschung einer Erwartung.
Das Gehirn entdeckt einen Fehler — und belohnt uns fürs Finden.
Beispiel · Video

Der lachende Orang-Utan.

Virales Video · 0:39 · Zaubertrick am Zoo-Glas
Werkzeug 4 · Humor

Humor = zwei Welten prallen aufeinander.

  • 1Bau einen Clash — kombiniere, was nicht zusammengehört: die Oma im Gamer-Turnier, der Roboter im Streichelzoo.
  • 2Spiel es ernst — die Figuren wissen nicht, dass es lustig ist. Ernst gespielt schlägt lustig gemeint.
  • 3Bleib wahr — der beste Witz erzählt etwas Wahres über Menschen. Komik ist Wahrheit und Schmerz.
Werkzeug 4
Humor
Lass zwei Welten aufeinanderprallen — und spiel es ernst.
Beispiel · Video

BVG – „Is mir egal“.

Werbesong 2015 · Deutsch (Berlin)
10Minuten
Übung · Humor

Erfinde einen Clash.

  • 1Nimm deine Hauptfigur — aus einer deiner heutigen Geschichten.
  • 2Wirf sie in die unpassendste Welt — Ort, Job oder Gesellschaft, wo sie maximal falsch ist.
  • 3Sammle erst neun Ideen — schnell und schamlos, schlechte ausdrücklich erlaubt.
  • 4Erzähl die beste als erste Szene — todernst, ohne Augenzwinkern.

Neunerregel: Neun von zehn Ideen dürfen nichts taugen — genau so findet man die zehnte.

Humor-Griff 1 · Übertreibung

Mehr. Mehr. Noch mehr.

Nimm eine wahre Beobachtung — und dreh den Regler auf, Stufe um Stufe, bis die Skala selbst der Witz ist.

  • 1Wahrer Kern — übertrieben wird eine echte Beobachtung, kein erfundener Quatsch.
  • 2Treppe statt Sprung — in Stufen eskalieren: Der Bus war voll … sehr voll … «ich stand im Achselhaar eines Fremden».
  • 3Ernst spielen — die Welt behandelt das Absurde als völlig normal.

Merksatz von Vorhaus: «So etwas wie zu viel Übertreibung gibt es nicht.»

Beispiel · Video

Axe – „Billions“.

Werbespot 2006 · 1:08 · ohne Worte
Beispiel · Video

Bundesbank – „Projekt Campus“.

Eigener Film · 1:54
5Minuten
Übung · Humor 2

Dreh es drei Stufen höher.

  • 1Nimm eine wahre Beobachtung aus deiner Geschichte — je banaler, desto besser.
  • 2Übertreib in drei Stufen — laut, nacheinander: normal → gross → absurd.
  • 3Stopp beim Lacher — die Gruppe sagt, welche Stufe zündet.
Humor-Griff 2 · Die Dreierregel

Einführung. Bestätigung. Verstoss.

Einmal ist ein Ereignis. Zweimal ist ein Muster. Und Muster sind zum Brechen da — beim dritten Mal.

  • 1Einführung — das Thema setzen: «Ich brauche morgens Ruhe …»
  • 2Bestätigung — das Muster festigen: «… und Kaffee …»
  • 3Verstoss — das dritte gehört überspitzt nicht dazu: «… und ein Alibi für 7:30.»
Beispiel · Video

VW – „The Force“.

Werbespot 2011 · 1:11 · fast ohne Worte
5Minuten
Übung · Humor 3

Zwei passen, das dritte kippt.

  • 1Nimm zwei Dinge, die zusammengehören — aus deiner Geschichte oder deinem Morgen.
  • 2Such ein drittes, das überspitzt nicht passt — je selbstverständlicher es klingt, desto besser.
  • 3Bau den Satz — Aufzählung, das dritte Element zuletzt. Trag ihn trocken vor.
Humor-Griff 3 · Die unangemessene Reaktion

Kleiner Anlass, Riesen-Drama.

Der Witz steckt in der Schere: winziger Anlass, gewaltige Reaktion — oder Weltuntergang und ein Schulterzucken.

  • 1Situation wählen — und notieren, wie jemand logischerweise reagieren würde.
  • 2Das Gegenteil nehmen — oder eine völlig falsche Grösse: Panik statt Gelassenheit, Gleichgültigkeit statt Alarm.
  • 3Völlig, nicht etwas — halbherzig unangemessen kippt ins Peinliche; die Reaktion muss ganz daneben liegen.

Beide Richtungen funktionieren: ein Tropfen Kaffee → Grosseinsatz · die Küche brennt → «Erst der Kaffee.»

Beispiel · Video

Reebok – „Terry Tate, Office Linebacker“.

Werbespot 2003 · 1:01 · Englisch
5Minuten
Übung · Humor 4

Reagier völlig falsch.

  • 1Nimm einen Mini-Moment aus deiner Geschichte — etwas völlig Harmloses.
  • 2Frag: Wie reagiert man normalerweise? — und dann spiel exakt das Gegenteil.
  • 3Völlig, nicht ein bisschen — halbherzig kippt es ins Peinliche. Ganz oder gar nicht.
Humor-Griff 4 · Der Running Gag

Beim dritten Mal wird es Kult.

Was einmal lustig war, wird durch Wiederkehr zum Insider — wenn es sich bei jedem Auftritt ein wenig verändert.

  • 1Ein Element wählen, das wiederkommen kann — ein Satz, ein Geräusch, eine Requisite.
  • 2Bei jeder Wiederkehr verbiegen — abwandeln, steigern, in eine neue Richtung lenken.
  • 3Den letzten Einsatz als Payoff setzen — genau dann, wenn niemand mehr damit rechnet.

Perfekt für Serien und Social: Wer den Gag kennt, gehört dazu — und kommt fürs nächste Mal wieder.

Beispiel · Video

„eFlizzer“.

Eigener Film · 2:00
10Minuten
Übung · Humor 5

Lass es wiederkommen.

  • 1Wähl ein Element deiner Geschichte — ein Gegenstand, ein Satz, eine Geste.
  • 2Lass es dreimal auftauchen — aber jedes Mal verbogen: neuer Ort, neue Bedeutung.
  • 3Das dritte Mal als Schluss — der Rückbezug am Ende rundet die Geschichte.
Werkzeug 5 · Zeigen statt sagen

Behaupte nichts. Zeig es.

  • 1Übersetze Eigenschaften in Verhalten — nicht «Anna ist nervös», sondern «Anna liest die Nachricht zum dritten Mal».
  • 2Details schlagen Adjektive — ein konkretes Detail erzählt mehr als drei schmückende Wörter.
  • 3Der Stumm-Test — würde man deine Geschichte auch ohne Worte verstehen?
Werkzeug 5
Zeigen statt sagen
Behaupte nichts — zeig die Szene.
Beispiel · Video

UBS – „Vorsorge“.

Werbespot 2016 · 0:27 · ohne Worte · Schweiz
10Minuten
Übung · Zeigen statt sagen

Mach aus Behauptungen Szenen.

Übersetze drei Behauptungen
  • 1Schreib zu jeder eine kleine Szene — ohne das Schlüsselwort zu benutzen (streng, uralt, verliebt).
  • 2Lies nur die Szene vor — die Gruppe rät die Behauptung.
  • 3Kür das beste Detail — welches Bild hat sofort funktioniert?
Wohin mit der Geschichte?

Gleiche Geschichte, anderes Spielfeld.

Die Geschichte bleibt — aber jedes Medium stellt eigene Anforderungen: Wie lang darf sie sein? Läuft der Ton? Wie schnell muss sie packen?

Kino · TV
YouTube
Social · Reel
Plakat
Spielfeld 1 · Kino & TV

Das Publikum lehnt sich zurück.

  • 1Geschenkte Zeit — alle sitzen freiwillig und bleiben. Niemand wischt weg.
  • 2Ton an, Bild gross — feine Details, Stille und Musik wirken voll.
  • 3Dein Werkzeug: der grosse Bogen — Prüfungen dürfen Raum bekommen, die Wende darf reifen.
Spielfeld 2 · YouTube

Gewählt — aber ungeduldig.

  • 1Das Publikum hat geklickt — es will deine Geschichte. Aber der Zurück-Knopf ist einen Daumen entfernt.
  • 2Der Hook trägt die ersten 30 Sekunden — danach hält die Aber/Deshalb-Kette.
  • 3Minuten sind möglich — wenn jede davon eine offene Frage füttert.
Spielfeld 3 · Social & Reel

Im Vorbeiwischen.

  • 1Niemand hat dich gewählt — du erscheinst ungefragt zwischen zwei Wischbewegungen im ÖV.
  • 2Sekunde 1 entscheidet — hochkant, oft ohne Ton: Das Bild muss den Hook machen.
  • 3Stumm-Test Pflicht — und die letzte Zeile lädt den Loop: Sie ist das Setup für den zweiten Blick.
Spielfeld 4 · Plakat

Im Vorbeigehen.

  • 1Drei Sekunden, im Gehen — niemand bleibt stehen. Fast niemand.
  • 2Ein einziges Bild — der Schlüsselmoment, aus dem der Kopf die ganze Geschichte baut.
  • 3Die Geschichte passiert im Publikum — du lieferst den Funken, nicht das Feuer.
15Minuten
Übung · Spielfelder

Übersetz deine Story in alle vier.

  • 1Nimm deine beste Story von heute — die, die beim Vortragen am meisten gezündet hat.
  • 2Skizziere sie für jedes Spielfeld — Kino/TV: Welche Prüfung bekommt Raum? · YouTube: Hook + Versprechen? · Reel: die 15 stummen Sekunden? · Plakat: das EINE Bild?
  • 3Stell die Plakat-Version vor — die Gruppe rät die Geschichte dahinter.
20Minuten
Abschluss · Aufgabe

Zieh deine Karten — bau deine Story.

+
Grundskelett
5-Zeilen-Formel
+
Werkzeug
Hook
+
Werkzeug
Überraschung
→ deine Story
  • 1Zieh 1 Medium, 1 Bauplan, 2 Werkzeuge — die Karten fliegen in die Runde.
  • 2Bau eine Story für einen kurzen Werbeclip — für ein Produkt, einen Verein oder eure Schule. Fünf Zeilen genügen.
  • 3Trag sie vor — die Gruppe rät, welche Werkzeug-Karten du gezogen hast.
Teil 3 · Ab in die Werbung

Die 5-Zeilen-Werbeformel.

Dieselben fünf Zeilen, die du heute gelernt hast — jetzt mit den Rollen der Werbung besetzt.

Die Werbeformel · so wird besetzt

Fünf Zeilen, fünf Rollen.

  • 1Hauptfigur — ein Mensch ODER das Produkt selbst. Nie die Firma.
  • 2Wunsch — das echte Bedürfnis dahinter: Ruhe, Zeit, dazugehören.
  • 3Problem — der Schmerzpunkt, den alle kennen.
  • 4Wende — überraschend! Hier darf die Marke auftreten — als Hilfe.
  • 5Danach — das bessere Leben. Die Marke bleibt leise.
Werbeformel
5-Zeilen-Werbeformel
Kunde oder Produkt ist der Held — die Marke ist die Hilfe.
Hauptfigur → Wunsch → Problem → Wende → Danach
15Minuten
Übung · Werbeformel

Verwandle deine Story in Werbung.

  • 1Wähl ein Produkt aus deinem Alltag — Znüni, Velo, Kopfhörer, Lieblings-App. (Deine Story von heute darf mitspielen.)
  • 2Besetze die Hauptrolle — Mensch oder Produkt? Entscheide bewusst.
  • 3Setz die Marke an die Wende — als Hilfe, überraschend, nicht als Angeberin.
  • 4Erzähl die fünf Zeilen — die Gruppe prüft: Überrascht die Wende? Bleibt die Marke Helferin?
Dein Arbeitsblatt · Werbeformel

So sieht der Werbe-Fünfzeiler aus.

BeatDie RolleBeispiel: Spot für eine Kaffeemaschine
1 · HauptfigurMensch oder Produkt — nie die Firma.Der Verpennte im Pyjama, Haare wild, Augen halb zu.
2 · WunschDas echte Bedürfnis dahinter.Ein einziger ruhiger Moment, bevor der Tag losbricht.
3 · ProblemDer Schmerzpunkt, den alle kennen.Handy, Lärm, Hektik — der Morgen gehört allen, nur nicht ihm.
4 · WendeÜberraschend! Die Marke tritt auf — als Hilfe.EIN Knopfdruck. Während die Welt weiterlärmt, läuft still der Kaffee.
5 · DanachDas bessere Leben. Marke bleibt leise.Erster Schluck am Fenster. Ruhe. Das Logo klein in der Ecke.

Schluss-Check: Überrascht die Wende? · Ist die Marke Helferin? · Gehört das Danach dem Helden?

Die Werbeformel · Überblick

Drei Besetzungen für den Werbespot.

Alles, was ihr heute gesehen habt, spielt eine dieser drei Besetzungen:

  • 1Der Kunde als Held — er kämpft, das Produkt hilft an der Wende. Gesehen bei «R.I.P. Leon»: Der Echsen-Sitter leidet, das iPhone-Feature rettet.
  • 2Das Produkt als Held — es besteht selbst die Prüfung. Gesehen bei Volvo «Epic Split»: Die Lastwagen fahren, der Mensch beweist ihre Präzision.
  • 3Die Marke als Mentor oder Erzählerin — sie zeigt eine Wahrheit, ohne selbst zu glänzen. Gesehen bei UBS «Vorsorge» und BVG «Is mir egal».
Teil 3b · Der Corporate-Film

Und wenn die Firma selbst das Thema ist?

Imagefilm, Abteilungsporträt, Employer Branding: Es gibt kein Produkt — und die Werbeformel sagt, die Firma darf nicht der Held sein. Wer spielt dann die Hauptrolle?

  • 1Das Casting ist offen — fünf Kandidaten bewerben sich um die Heldenrolle.
  • 2Die Regel bleibt — Held ist, wer etwas will und dafür kämpft. Eine Institution kann beides nicht.
  • 3Die Firma bekommt trotzdem eine Rolle — Bühne, Mentorin, Spiegel, Sprecherin. Und in genau einem Fall: Heldin.
Besetzung 1 · Der Mensch in der Firma

Eine Person statt ein Organigramm.

Niemand fühlt mit einer Abteilung. Mit der Lernenden im dritten Lehrjahr schon.

  • 1Pars pro Toto — eine echte Person steht für das Ganze: ihr Tag, ihr Stolz, ihr Ärger.
  • 2Echter Wunsch, echtes Hindernis — aus dem Arbeitsalltag, nicht aus dem Leitbild.
  • 3Die Firma ist die Bühne — sie glänzt, indem sie ihre Leute glänzen lässt.
Beispiel · Video

ETH — „Leidenschaft“.

Eigener Film · 3:21
5Minuten
Übung · Besetzung 1

Finde deinen Helden.

  • 1Wähle eine echte Person aus deiner Firma oder Abteilung — keine erfundene.
  • 2Ihr Wunsch in einem Satz — was will sie in ihrem Arbeitsalltag wirklich?
  • 3Ihr Hindernis in einem Satz — was steht dem im Weg (Maschine, Zeit, Zweifel …)?

Test: Würde diese Person den fertigen Film stolz ihrer Familie zeigen? Wenn nicht — falsche Person oder falsche Geschichte.

Besetzung 2 · Der Kunde als Held

Dein Team ist der Mentor.

Die Werbeformel, auf Corporate übersetzt: Der Kunde kämpft — und an der Wende steht euer Team bereit. Mit der Leiter, nicht auf dem Podest.

  • 1Ein echtes Kundenproblem wird als Geschichte durchlebt — von Anfang bis Lösung.
  • 2Das Team tritt an der Wende auf — es hilft, es prahlt nicht.
  • 3Das B2B-Referenz-Muster — am stärksten, wenn der Kunde selbst erzählt und ihr darin vorkommt.
Beispiel · Video

ZHAW — „Gesundheit Master“.

Eigener Film · 1:18
5Minuten
Übung · Besetzung 2

Schreib die Wende-Zeile.

  • 1Wähle ein echtes Kundenproblem — eines, das ihr wirklich gelöst habt.
  • 2Schreib die Wende-Zeile — den einen Satz, in dem euer Team in der Kundengeschichte auftritt.
  • 3Verbotene Wörter: führend, innovativ, kompetent, massgeschneidert, Full-Service.

Test: Könnte der Kunde diesen Satz genau so sagen — freiwillig, bei einem Bier?

Besetzung 3 · Das Publikum als Held

Der Film ist ein Spiegel.

Die Königsklasse des Imagefilms: Die Firma erzählt nicht von sich — sie macht die Zuschauenden zur Hauptfigur.

  • 1Der Held sitzt im Publikum — der Film zeigt ihm sein eigenes Potenzial, seinen Kampf, seine Zukunft.
  • 2Die Firma stellt die Bühne und die Frage — sie lädt ein, statt zu behaupten.
  • 3Wirkung: Zugehörigkeit — wer sich im Film erkennt, gehört schon dazu.
Beispiel · Video

Nike — „You Can't Stop Us“.

Kampagnenfilm 2020 · 1:30 · Englisch
5Minuten
Übung · Besetzung 3

Stell die eine Frage.

  • 1Wer sitzt in deinem Publikum? — Ein Satz: Wen soll der Film erreichen?
  • 2Was ist sein Kampf? — Was will diese Person, wovor zweifelt sie?
  • 3Formuliere die Frage, die sie zum Helden macht — euer «Bereit?».

Test: Fühlt man sich von der Frage gemeint — oder belehrt?

Besetzung 4 · Die Firma im Wandel

Held nur mit Narbe.

Der einzige Fall, in dem die Firma selbst der Held sein darf: wenn sie von ihrem echten Kampf erzählt.

  • 1Die Origin Story — Gründung, Krise, Neuerfindung: die Momente, in denen die Firma etwas riskiert hat.
  • 2Verletzlichkeit ist die Eintrittskarte — erzählt wird der Kampf, nicht die Krönung.
  • 3Der Gegen-Test: Ein Held, der nie fast gescheitert wäre, ist keiner — sondern eine Broschüre.
Beispiel · aus erster Hand erzählt

FREITAG — eine Küche, eine Blache.

Zürich, 1993. Die Geschichte, wie aus einer Notlösung eine Weltmarke wurde — als Fünfzeiler.

  • 1Setup — Zwei Grafikstudenten, eine Wohnung an der Hardbrücke, Zürcher Regen.
  • 2Wunsch — Eine Velotasche, die ihre Entwürfe trocken hält.
  • 3Konflikt — Gibt es nicht. Und Geld gibt es auch keines.
  • 4Wende — Der Blick aus dem Küchenfenster: die LKW-Blachen. Sie nähen selbst — aus Blache, Veloschlauch und Autogurt.
  • 5Danach — Jede Tasche ein Unikat. Die Notlösung wird die Marke.
5Minuten
Übung · Besetzung 4

Findet eure Narbe.

  • 1Sammle die Momente, in denen es für eure Firma wirklich eng war — Gründung, Krise, Fast-Scheitern.
  • 2Wähle einen und schreib ihn als Fünfzeiler — mit ehrlichem Konflikt in Zeile 3.
  • 3Prüfe das Danach: Welche Spur dieser Geschichte kann man heute noch sehen?

Test: Tut Zeile 3 ein bisschen weh? Wenn nicht — tiefer graben.

Besetzung 5 · Die Idee als Held

Das Manifest.

Manchmal ist der Held kein Mensch und keine Firma — sondern ein Wert, eine Haltung, ein Gedanke.

  • 1Die Idee trägt den Film — «Denken», «Think Different»: Eine These wird durchdekliniert, Bilder beweisen sie.
  • 2Die Firma ist die Sprecherin — sie besitzt die Idee nicht, sie bekennt sich zu ihr.
  • 3Das Publikum wird eingeladen, sich der Haltung anzuschliessen — Zugehörigkeit über Werte.
Beispiel · Video

ZHAW — „Denken ist der Anfang von Allem“.

Eigener Film · 2:00
3Minuten
Übung · Besetzung 5

Schreibt euren Manifest-Satz.

  • 1Wählt den einen Wert, für den eure Firma wirklich steht — nicht drei, einen.
  • 2Formt ihn zur These — nach dem Muster «X ist der Anfang von Allem» / «X ist eine Stärke».
  • 3Der Konkurrenz-Test: Würde euer schärfster Mitbewerber denselben Satz unterschreiben? Dann ist er zu allgemein.
Der Corporate-Film · Landkarte

Fünf Besetzungen — und wann welche.

  • 1Der Mensch in der Firma — Firma als Bühne · für Employer Branding und Team-Porträts.
  • 2Der Kunde als Held — Firma als Mentorin · für B2B- und Referenzfilme.
  • 3Das Publikum als Held — Firma als Spiegel · für Image- und Kampagnenfilme.
  • 4Die Firma im Wandel — Held mit Narbe · für Gründung, Krise, Jubiläum.
  • 5Die Idee als Held — Firma als Sprecherin · für Haltungs- und Manifest-Filme.
Die Regel hinter allen fünf
Held ist, wer kämpft.
Die Firma kann Bühne, Mentorin, Spiegel oder Sprecherin sein — Heldin nur, wenn sie wirklich etwas riskiert.
Teil 4 · Storytelling × KI

Bis hierhin: du allein am Blatt.

Ideen finden, verwerfen, umschreiben — alles Handarbeit. Gut so: Genau dieses Handwerk hast du heute gelernt. Jetzt bekommst du Verstärkung.

Storytelling × KI

Du wirst Director eines Writers Rooms.

KI nimmt dir das Erzählen nicht weg. Sie stellt dir einen Raum voller Gehilfen hin: Ideengeber, Schnellschreiber, Gegenleser, Zielgruppen-Spieler.

Regie führst du: Du gibst das Briefing, du wählst aus, du entscheidest, was gut ist. Der Director verlässt den Raum nie.

Storytelling × KI

Die KI ist so gut wie dein Briefing.

«Schreib mir eine Geschichte über Kaffee» ergibt Durchschnitt. Je mehr Kontext, desto besser die Gehilfen. Und dein Briefing hast du heute schon gebaut:

+
Bauplan
5-Zeilen-Formel
+
Werkzeug
Hook
+
Werkzeug
Humor
= dein Briefing
  • 1Deine Karten — Medium, Bauplan, Werkzeuge: die Struktur der Geschichte.
  • 2Deine fünf Zeilen — die Story selbst, von dir erfunden.
  • 3Marke, Zielgruppe, Ton — für wen, von wem, in welcher Stimme.
Storytelling × KI

Die Gehilfen — und die Daten-Ampel.

  • 1Claude — der Kreativste fürs Schreiben. Versteht lange Briefings; mit Projekten/Cowork arbeitet er direkt mit deinem Arbeitsordner.
  • 2ChatGPT — der verbreitetste Allrounder, stark fürs schnelle Brainstorming.
  • 3NotebookLM — antwortet nur aus deinen hochgeladenen Quellen. Ideal, wenn nichts erfunden werden darf.
Bevor ein Briefing in die KI geht — die Ampel
  • Gratis-Chatbots — nichts Vertrauliches. Briefings sind keine öffentlichen Sachen.
  • Bezahlte Business-Konten — kein Training mit deinen Daten: Kundenarbeit ist hier okay.
  • Lokale Modelle (LM Studio, Ollama) — verlassen den Rechner nie. Dafür kreativ schwächer.

Faustregel: Würdest du es einem externen Dienstleister mailen? Dann darf es in die KI deines Vertrauens — sonst nicht.

10Minuten
Storytelling × KI · Live

Wir werfen die Karten in den Writers Room.

  • 1Karten ziehen �� Medium, Bauplan, zwei Werkzeuge: das Briefing liegt auf dem Tisch.
  • 2Live briefen — wir geben das Karten-Briefing in Claude ein und lassen drei Varianten schreiben.
  • 3Regie führen — die Gruppe wählt, kritisiert, lässt nachschärfen. Der Director entscheidet.
  • 4StoryLab — dasselbe mit Presets: mein Werkzeugkasten auf wisard.ai steht euch zur Verfügung.

Zugang zum StoryLab bekommt ihr von mir — Anleitung folgt per Mail.

Wie weiter?

Deine Story wird ein Film.

  • 1Drehplan — aus jeder Zeile eine Szene, aus jeder Szene 1–3 Bilder (das Story-to-Shotlist-System von heute).
  • 2Feinschliff — Rhythmus, Schnitt und die Kunst des Kurzformats.

Bring deine Werbe-Story von heute mit — sie wird dein erstes Filmprojekt.

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